“we are the ones you do not see…

…we are the ones who drive your cabs, clean your rooms and suck your cocks.”

DIRTY PRETTY THINGS (2002) von Stephen Frears (Regie) und Steven Knight (Drehbuch) hält einige solcher Sätze bereit. Sätze, die vor Gespanntheit fast bersten, so sehr scheinen sie mit Wahrheit gefüllt. Ein nigerianischer Arzt und eine türkische Putzfrau halten sich “illegal” in London auf und arbeiten in einem zwielichtigen Hotel. Stets auf der Flucht, immer unter Druck. Die großen Gefühle und Gesten können sie sich nicht leisten, sie kämpfen ums Überleben. Oft muss man mehr verkaufen als man zu verkaufen bereit ist. Der Ansatz ist brechtisch, die Ausführung teils Kitsch, nicht alle Figuren so hübsch entwickelt wie der sehr starke Okwe (Chiwetel Ejiofor), die Bildsprache oft konventionell. Spannend, manchmal humorvoll, nah dran am Leben der “Sans-Papiers”, ohne allerdings ihr Schicksal wirklich ergründen zu wollen (und können): DIRTY PRETTY THINGS ist ein wirklich sehenswerter Film.

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