Majestätischer reinfeiern…

By tebb

…. als mit einem Konzertbesuch bei Yo Majesty! geht kaum, und gemütlicher auch nicht. Mehr als hundert Leute haben sich nicht in die Rote Fabrik verloren, aber die, die da waren, werden bestimmt alle später ne Band gründen. Vielleicht sogar ein lesbisch-christliches Fund-Rap-Duo wie Yo Majesty. Dann muss aber eine gut tanzen und rappen und die andere gut singen und imposant (klein, dick und mit Sonnenbrille) am Bühnenrand rumstehen und sich in den Schritt fassen.

Das alles natürlich aber in einem Tempo, das eine handelsübliche Handykamera nicht verfolgen kann. Und Songs müssen rausgehauen werden, die mit dem Patriarchat auch gleich noch alles arglos Danebenstehende hinwegfegen wollen (mit Tracks wie „Fuck that Shit“ etwa, gleich zweimal dargebracht [ähnlich wie dereinst Inner Circle, nur dass die  zu ihren Zeiten "Sweat" 4-5 mal pro Gig spielten], statt des noch wuchtigeren „Never be afraid“), sei’s drum, ein mitreißender Auftritt war’s dennoch, wenn biertrinkenden Männern wie mir (frisch ausm Moshpit, s.o.) von der Bühne her desöfteren enervierte Blicke zuteil wurden. Falls noch, wie später beim Brandy arrangiert und seither ernstlich erwogen, ein Interview zustande kommen sollte, wird’s hier sicher nicht fehlen. Stößchen schon mal!

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4 Antworten zu „Majestätischer reinfeiern…“

  1. Ben sagt:

    Sensationell! Habe große Lust, auch tolle Konzerte zu sehen. Ich weiß gar nicht, warum ich dieses Semester 5 (!) Hausarbeiten schreiben muss. Kennst du eigtl. Bonaparte? Soweit ich weiß, kommt der Typ ursprünglich aus Zürich.

  2. tebb sagt:

    Kenn ich nicht, aber der Name ist gut. Ich mach mir gar nicht erst die Mühe, ihn zu googeln. Schick mal n paar interessante Hausarbeiten rüber, ich lese die ganze Zeit nur SZ, Konkret und Altkanzlerautobiografien.

  3. Ben sagt:

    Die aktuelle konkret geht ist gut, oder? Abgesehen von der The Whitest Boy Alive Rezension, die zum Teil von dem Interview mit Erlend Oye aus der letzten „intro“ abgeschrieben ist. Ich fand aber den Artikel gut, in dem Ralf Schröder die gesamten Wirtschaftswissenschaften durch den Kakao zieht. Habe ja gerade exklusive Einblicke in dieses Fach, wenn auch eher in die heterodoxen Strömungen. Aber auch dort herrscht versteht man die Krise eigentlich nicht, ignoriert sie oder erklärt sich einfach als unzuständig. Ich würde selbst gern mehr lesen können: Bin aktuell parallel mit Zerfallsgeschichten, wirtschaftswissenschaftlichen Klassikern, feministischen Studien und Sammelklagen gegen Großkonzerne beschäftigt. Zeitungen sind zeitlich nicht drin., höchstens mal die WG-taz. Meine Hausarbeiten willst du bestimmt nicht haben! Schreibe gerade über CO2-Sequestrierung. Irre! In einer Hausarbeit muss ich sogar rechnen.

  4. Yo! Majesty « Jan in Albion sagt:

    [...] wir beim Club NME im Koko. Dort präsentierten die  Rapperinnen Yo! Majesty ihre Musik und, im Gegensatz zum erzkonservativen Zürich, auch ihre Brüste. Ersteres machte dann aber letztendlich schon mehr Spaß; vom Rapsport habe ich [...]

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